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Allianz Kulturstiftung
 
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Gut zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks begann das transdisziplinäre und internationale Projekt zwischen dem 24. Mai und 7. Juni 2010 in einer ersten Projektphase, die Nachwirkungen kommunistischer Politik und Propaganda im städtischen Raum am Beispiel Chisinau/Republik Moldau zu erforschen.

Illustratives Bild
In einem transdisziplinären Seminar und einem Workshops sollte zunächst der Zusammenhang zwischen persönlicher Meinungsbildung und öffentlich dargestellten Ideologien untersucht werden: Wie wirken sich politische Symbolik und Propaganda auf den Einzelnen aus? Kommt die öffentliche Akzeptanz auch der privaten gleich oder wird gar eine falsche "moldavische Identität" erzeugt? Eine Reihe bildender Künstler, Architekten, Designer, Kuratoren und Soziologen hat sich dabei mit Kunst im öffentlichen Raum beschäftigt.

Die Teilnehmer legten bei ihrer theoretischen Arbeit während des Seminars einen besonderen Fokus auf den Wandel des Stadtbildes Chisinau und verglichen das Identitätsgefühl der Vergangenheit mit dem aktuellen: Wie sieht der heutige Blick auf die Stadt aus und ist etwa Nostalgie hinsichtlich vergangener Zeiten spürbar?
Auch in dem praktischen Workshops beschäftigten sich die Beteiligten mit unterschiedlichen Sichtweisen auf die Vergangenheit und deren Präsenz in den meinungsbildenden Medien, dem Alltag der Einwohner sowie in der aktuellen Politik. Inmitten der Globalisierung und einer stark kapitalistisch geprägten westlichen Welt wird auch die Rolle der Kunst lediglich auf ihren dekorativen Charakter reduziert. Das zentrale Thema drehte sich somit um die Frage, ob Kunst im öffentlichen Raum nicht bewusst als Instrument der Kritik eingesetzt werden sollte - mit politischen und sozialkritischen Konnotationen.

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Unter den Teilnehmern befanden sich u.a.: Angela Serino, Kuratorin und Kunstmanagerin, Niederlande; Klaus Schafler, Bildender Künstler, Österreich; Vladan Jeremic & Rena Raedle, Kuratoren, Serbien; Danilo Prnjat, Bildender Künstler, Serbien; Alina Popa & Irina Gheorghe (The Bureau of Melodramatic Research), Bildende Künstlerinnen, Rumänien, u.v.a.
In einer weiteren Projektphase wird das Themen vertieft und die Ergebnisse sollen schließlich zu einer finalen Ausstellung und einer gemeinsamen Publikation führen.

Seminarteilnehmer vor Monument

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Projektdauer: 24. Mai bis Ende 2010
Projektort: State University, Chişinău
Projektpartner: KSAK - Center for Contemporary Art, Chişinău
 
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