3. berlin biennale für zeitgenössische Kunst
In einer Zusammenarbeit zwischen der Kunsthistorikerin Molly Nesbitt, dem Kurator Hans Ulrich Obrist, dem Künstler Rirkrit Tiravanija und dem Wiener Kunstverein museum in progress entstand das Konzept für das auf mehrere Jahre hin angelegte Projekt "Utopia Station Lab".

Ute Meta Bauer ist die künstlerische Leiterin der 3. berlin biennale für zeitgenössische Kunst
Als internationales Forum für aktuelle Entwicklungen innerhalb der Bildenden Kunst und angrenzender Bereiche wurde 1996 der berlin biennale für zeitgenössische Kunst e.V. ins Leben gerufen. Ziel der seit 2001 von der Allianz Kulturstiftung unterstützten Initiative von Klaus Biesenbach und Eberhard Mayntz ist es, die Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Standort Berlin im Kontext einer internationalen Biennale für zeitgenössische Kunst zu führen.

Migration
Diese kulturelle Herausforderung, die heute weit über den Kunstkontext hinaus für die internationale Vernetzung Berlins von Bedeutung ist, stellt regional und überregional einen Höhepunkt im Kunstleben der Hauptstadt dar. Mit ihrem interdisziplinären Ansatz bietet die berlin biennale für zeitgenössische Kunst internationalen Künstlern, Architekten, Musikern, Choreografen, Film- und Theatermachern eine Plattform für die Präsentation ihrer Arbeiten.

Urbane Konditionen
Im Jahr 1998 kuratierte Klaus Biesenbach gemeinsam mit Nancy Spector und Hans Ulrich Obrist die 1. berlin biennale. Mehr als 70 internationale Künstler zeigten drei Monate lang ihre größtenteils für die Ausstellung gefertigten Arbeiten. Auf diesen Erfolg aufbauend, orientierte sich die Kuratorin der 2. berlin biennale, Saskia Bos, an den Schlüsselbegriffen "connectedness", "commitment" und "contribution" - Denken in Beziehungen, Teilnahme und Engagement - und vollzog damit eine Abkehr von Ich-bezogenen Ansätzen in der Kunst.
Die 3. berlin biennale für zeitgenössische Kunst findet vom 14. Februar bis zum 18. April 2004 unter der künstlerischen Leitung von Ute Meta Bauer statt. Die Gründungsdirektorin des Office for Contemporary Art Norway und Professorin für Gegenwartskunst an der Uni Akademie der bildenden Künste Wien war zuletzt als Co-Kuratorin der documenta 11 im Team von Okwui Enwezor tätig. Die strukturellen Veränderungen in Berlin seit der deutschen Wiedervereinigung sind Hintergrund der 3. Berlin biennale.

Sonische Landschaften
Ein breit angelegtes, internationales Spektrum an bildender Kunst, urbanen, filmischen, performativen und sonischen Inszenierungen wird im Martin-Gropius Bau in Berlin Kreuzberg, im KW Institute for Contemporary Art in Berlin-Mitte sowie im Kino Arsenal am Potsdamer Platz präsentiert. Die Arbeiten der rund 50 Künstler (eine Liste der teilnehmenden Künstler finden Sie unterhttp://www.berlinbiennale.de/index.php3?sid=bb_02_03)aus Europa und den USA werden durch sogenannte "Hubs" (Analogie zur Drehscheibe internationaler Flughäfen) als frei gestaltete Räume in die Ausstellung implementiert und bieten Wechselwirkungen zu den übrigen ausgestellten Arbeiten.
Sechs externe "Kulturproduzenten" gestalten diese Informationsräume, die sich mit den fünf Themenschwerpunkten "Migration", "Urbane Konditionen" , "Sonische Landschaften", "Moden und Szenen" und das "Andere Kino" auseinandersetzen. In den Hubs werden durch audio-visuelle Recherchen einzelne Fragestellungen innerhalb der jeweiligen Themenschwerpunkte herausgestellt, wobei die ausgewählten Themen sowohl von historischer und aktueller Relevanz für Berlin, als auch Teil der Alltagswirklichkeit des Mythos "Berlin" sind.

Moden und Szenen

Anderes Kino
Projektdauer: 14. Februar bis 18. April 2004
Projektort: verschiedene Ort in Berlin
Projektpartner: 3. berlin biennale for contemporary art