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Allianz Kulturstiftung
 
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Fachkonferenz "radius of art: Kreative Politisierung des öffentlichen Raums / Kulturelle Potenziale für soziale Transformation" (8./9. Februar 2012, Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin)

Illustratives Bild

Sean Mallon, Left Luggage Belfast, one of many insights to handbags © Sean Mallon, 2011

Mit der Konferenz sollte ein aktueller Beitrag geleistet werden, Kunst- und Kulturprojekte in den Fokus des politischen, respektive kultur- und entwicklungspolitischen Diskurses zu bringen. Für diesen internationalen Dialog über die Zukunft der Kulturförderung wurden neue Formate einer "Kunst des Öffentlichen" sowie die Wirkung von Kunst und Kultur auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse hin zu Kulturen der Nachhaltigkeit angestoßen.
Ziel der Konferenz war unter anderem, die Vielzahl internationaler Kulturkooperationen im Spannungsfeld von Kultur und Gesellschaft aufzuzeigen. Als Ort der Begegnung von Kulturinitiativen aus allen Erdteilen wollte sie Impulse für ein internationales Netzwerk von Kulturkooperationen geben. Einen wichtigen Bezugspunkt bildet die UNESCO-Konvention zur Kulturellen Vielfalt. Die Konferenz war ein Beitrag, diese weiter mit Leben zu füllen und ihre Umsetzung auch in Deutschland voran zu bringen. Diskutiert wurde unter anderem auch die Frage, welche finanzielle und strukturelle Unterstützung aus Politik und Verwaltung erforderlich ist.
Die vier thematische Schwerpunkte "Art for Social Transformation", "Public Art", "Art toward Cultures of Sustainability" und "Cultural Policy Strategies and Funding Structures" wurden in Form von Plenumsveranstaltungen, Foren, Workshops, Projektpräsentationen und anderen Diskussions- und Netzwerkmöglichkeiten erörtert.

Podiumsdiskussion: "The Next Revolution will not be Funded", Mi, 8.2.12 19:30 bis 21:30 Uhr. Öffentliche Abendveranstaltung im Rahmen der Fachkonferenz.
Erfahrungen aus internationalen Kunst- und Kulturprojekten geben einen deutlichen Hinweis auf ihre Relevanz für Demokratisierungsprozesse und die Entwicklung von Zivilgesellschaft. Tatsächlich gibt es zahlreiche Förderprogramme, die auf der Suche nach "objektiven Kriterien" eine vorgegebene "Wirkung" der jeweils geförderten Kunst in den Mittelpunkt ihrer Argumentation stellen.
Die Fragen lauteten: Geht es immer weniger um eine Kunst, für die - im Sinne einer sich als revolutionär verstehenden, unvollendeten Moderne - das Publikum erst noch erfunden werden muss? Wird stattdessen eine Kunst gefördert, die scheinbar politisch korrekt und pädagogisch überfrachtet versucht, einem imaginären Publikum entgegenzukommen, sogar "nachzurennen"? Und hätte das zur Folge, dass wichtige, aber "unbegreifliche" Kunstprojekte durch die Raster von Förderstrukturen und Medien fallen, "unsichtbar" bleiben?
Die Referent/innen bezogen sich in ihren Beiträgen auf die aktuellen Umstände "global-westlicher" Kunstproduktion und ihre Rezeption - und verhandelten dabei auch historische Positionen aus heutiger Perspektive neu.

  • Keynote: Prof. Dr. Sarat Maharaj (Goldsmiths College, London / Kunstakademie Malmö, Universität Lund)
  • Referenten: Diedrich Diederichsen (Akademie der bildenden Künste, Wien), Ruth Wilson Gilmore (Graduate Center of the City University, New York), Simon Thompson (Wiels, Brussels)
  • Moderation: Gertrud Sandqvist (Kunstakademie Malmö, Universität Lund)
  • Konzept und Koordination: Jürgen Bock (Maumaus School of Visual Arts Lissabon Jürgen Bock, Lissabon)
Eine Kooperation zwischen Maumaus School of Visual Arts Lissabon, Allianz Kulturstiftung und Heinrich-Böll-Stiftung
Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Veranstaltungszeitraum: 8./9. Februar 2012; Podiumsdiskussion "The Next Revolution will not be Funded" am 08.02.2012, 19:30h-21:30h
Sprache: Englisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

GIZ, June Josephs-Langa, Pieces of Green © Heinrich Böll Stiftung

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