Internationales Symposium zu Vilém Flusser
Vilém Flusser, Kommunikationsphilosoph, Medientheoretiker, Phänomenologe und Schriftsteller (1920-1991), ist in der multikulturellen Gesellschaft Prags der 20er und 30er Jahre aufgewachsen, die dem Nationalsozialismus gewaltsam ein Ende setzte.

Vilém Flusser (1920-1991)
Dieser Kontext ermöglichte V. Flusser eine Auseinandersetzung mit der westlichen Tradition, die für ihn in "Nachgeschichte" übergeht : "Eine Philosophie der neuen Zeit entsteht von selbst. Nicht nur, weil sich die Themen ändern, sondern vor allem, weil sich die Methode des Denkens verändert. In der Fülle seiner Themen - von Sprache über Medien bis zu Religion oder Migration - kommt Flusser immer wieder auf den Paradigmenwechsel zurück, der Kultur und Denken gleichermaßen betrifft, Gegenstände und Codes, das Dasein und Theorien.

Stadtansicht Prag
Flusser, der sich selbst als den "letzten Mohikaner" des mitteleuropäischen intellektuellen Alteuropas bezeichnete, argumentierte und diskutierte stets europäisch und transdisziplinär. Er schafft - sich des Paradoxen durchaus bewusst - dabei zahlreiche Erzählungen vom Umbruch, vom Ende und Neuanfang.
Das Symposion soll einer breiten nicht nur akademischen Öffentlichkeit diese weniger bekannten Ansätze und Thesen Flussers vorstellen, um sie dann in Diskussionsrunden von Wissenschaftlern (und z.T. auch Kunst- und Kulturschaffenden) aus mehreren Ländern zu diskutieren. Als Begleitprogramm werden im Goethe-Institut Filme über Flusser sowie eine Ausstellung des französischen Künstlers und Theorektikers Luis Bec präsentiert.
Projektdauer: 12. - 14. November 2007
Projektort: Goethe-Institut Prag, Projektpartner: Goethe-Institut, Prag; Karls-Universität Prag