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Allianz Kulturstiftung
 
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Interkulturelle Begegnung und Wissensaustausch in Odessa und Kiew(Ukraine). Förderung der Sommerschule für Studenten des Elitenetzwerk-Bayern-Studiengangs Osteuropastudien zum Thema "Revolutionen im 20. Jahrhundert im östlichen Europa". Ein Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung.

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Aufbau einer Demokratie aus dem Geist der Revolution?
Die "Orange Revolution" in der Ukraine und die "Russische Revolution" von 1917 sind zwei Revolutionsbeispiele mit weitreichenden Folgen für Europa. Beide wurden in der Sommerschule des Studiengangs Osteuropastudien auf ihre strukturellen und normativen Wirkungen in der Peripherie hin untersucht – nicht in Moskau oder Kiew, sondern in Odessa – der Stadt, die sich aufgrund ihrer frühen Revolutionsgeschichte besonders dafür eignet.

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Bis 1920 spielte Odessa als bedeutende Stadt am Schwarzmeerhafen eine wichtige Rolle in der Weichenstellung für eine sowjetische oder aber alternative bürgerliche Zukunft des Russischen Reiches. Heute ist die Bevölkerung Odessas zwischen prowestlich orientierten und prorussisch orientierten Bevölkerungsteilen gespalten.

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Wie erklärt sich der Zusammenhang zwischen dem Ereignis der Revolution, das definitionsgemäß regel- und normwidrig ist, und der Etablierung einer neuen Ordnung, welche auf Normen und Regeln aufgebaut sein muss? Und wie gelingt der Aufbau einer Demokratie aus dem Geist der Revolution? Das waren die zentralen Fragestellungen, die während der Sommerschule auch im Gespräch mit örtlichen Wissenschaftlern und Vertretern von Institutionen behandelt wurden.

Organisatoren
Die diesjährige Sommerschule wurde von Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Prof. Dr. Petra Stykow und Dr. Frithjof Benjamin Schenk von der LMU, geleitet.

Neben Gastvorträgen ukrainischer und deutscher Experten sowie Exkursionen fand auch ein eintägiger Workshop gemeinsam mit Studierenden der Nationalen Mečnikov-Universität Odessa statt. Ziel war die gemeinsame Erarbeitung verschiedener Interpretationen des Revolutionsbegriffs in internationaler Perspektive. Dabei stand nicht nur die Vermittlung von Wissen im Vordergrund, sondern auch die Einübung erworbener Sprachkenntnisse, die Schulung von Teamarbeit und das Knüpfen fachlicher und sozialer Kontakte für einen Ausbau des Netzwerks zwischen Deutschland und Osteuropa.
Der Studiengang Osteuropastudien des Elitenetzwerks Bayern
Das Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung von Regionalkompetenz für Ostmittel-, Südost- und Osteuropa. Die dafür ausgewählten, besonders begabten Studierenden werden befähigt, Entwicklungen und Situationen in Osteuropa zu analysieren und in ihre jeweiligen politischen, gesellschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Zusammenhänge einzuordnen. Neben Fachwissen und Sprachkenntnissen werden Schlüsselqualifikationen vermittelt, die es den Studierenden ermöglichen sollen, später verantwortungsvolle Aufgaben in den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zu übernehmen.


Projektdauer: 24.09.-07.10.2009

Projektort: Odessa und Kiew (Ukraine)

Projektpartner: Ludwig-Maximilians-Universität München, Universität Regensburg
 
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