Transeuropa Festival - London Festival of Europe
Zwischen dem 25. April und 10. Mai 2010 kamen Philosophen, Politikexperten, Künstler und Kuratoren in Bologna, Cluj, London und Paris zusammen, um sich mit europäischen Fragen zu befassen.
Europa war immer ein Ort des Austauschs und gegenseitiger kultureller Einflüsse. Nicht zuletzt aus diesen Prozessen heraus hat sich auch die Gemeinschaft Europas gebildet. Was aber macht das Europa von heute aus? Wo steht Europa politisch, gesellschaftlich und kulturell? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des über Ländergrenzen hinweg stattfindenden Transeuropa Festivals, das künstlerische, kulturelle und politische Veranstaltungen in einen Rahmen fasste. Die Philosophie der Veranstalter bestandt darin, den europäischen Integrationsprozess als ein belebendes Element der Erprobung und Neuerung zu begreifen und die Kunst und Kultur mit Fragen globaler Politik zu verbinden.
Entwickelt hatte sich das Projekt aus dem ebenfalls von der Allianz Kulturstiftung geförderten, preisgekrönten London Festival of Europe. Um eine Auseinandersetzung mit der europäischen Realität zu fördern, fanden sich hierbei zwischen 2007 und 2009 für jeweils zwei Wochen im März Philosophen, Politikexperten, Künstler und Kuratoren im Zentrum Londons zusammen. Im Rahmen dieser in den Medien auf große Beachtung stoßenden Vortragsreihen, Debatten und Kunstevents gelang es, eine breite Öffentlichkeit zu ermuntern, sich an Diskussionen über die vielfältigen Fragen in Bezug auf Europa zu beteiligen.
Auch während des Transeuropa Festivals, das sich im Frühjahr 2010 erstmals in den vier europäischen Städten Bologna, Cluj, London und Paris ereignete, befassten sich die Teilnehmer mit Werten der EU wie geteilter politischer Verantwortung, Freizügigkeit und grenzüberschreitender Kommunikation. Weitere Themen bildeten Armut in Europa und der Bologna Prozess. Zu den Referenten der Symposien zählten namhafte Persönlichkeiten wie die Soziologen Ulrich Beck und Saskia Sassen.
Geplant ist, das Festival in den kommenden Jahren auf weitere europäische Städte auszuweiten. Erste Vorbereitungen dafür laufen bereits in den Städten Belgrad, Berlin, Istanbul, Sofia und St. Petersburg.
Projektort: Bologna, Cluj, London und Paris
Veranstaltungszeitraum: 25. April bis 10. Mai 2010