MAX-Preis des Prager Theaterfestivals deutscher Sprache 2002-2006

Das Prager Theaterfestival deutscher Sprache entstand 1996 ursprünglich unter dem Namen "Deutsches Theater Prag", um die politisch unterbrochene Tradition des internationalen Zusammenlebens und die wechselseitige Bereicherung der tschechischen, deutschen und jüdischen Kultur in der tschechischen Metropole wieder aufleben zu lassen. Unter der Schirmherrschaft der Staatspräsidenten der beteiligten vier Länder griffen die Intendanten von vier bedeutenden Theatern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechiens diese Initiative auf und veranstalten seither mit großem Erfolg das Festival.

Seit 2002 wird zudem jährlich der MAX-Preis von der Theaterleitung in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung ausgeschrieben. Er wird für die beste Inszenierung eines im Original in deutsch geschriebenen Werkes verliehen, die in der vergangenen Saison in der Tschechischen Republik entstanden ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, künstlerisch wertvolle Inszenierungen deutschsprachiger Autoren auf tschechischen Bühnen zu fördern und gleichzeitig dazu beizutragen, dass das tschechische Theater in den deutschsprachigen Ländern stärker wahrgenommen wird.
In diesem Jahr wird der MAX-Preis für die Inszenierung von Arthur Schnitzlers' "Das weite Land (Duše-krajina širá)", inszeniert von Ivan Rajmont und gespielt vom Staatsschauspiel Prag, verliehen. Im Rahmen der feierlichen Verleihung des Preises, am 19. November im Ständetheater Prag, wird das Stück erneut aufgeführt.

Der Regisseur Ivan Rajmont
Projektzeitraum: 3. - 19. November 2006
Projektort: Prag
Verleihung des MAX-Preises: 19.11.2006 im Nationaltheater Prag. Eine Initiative der Allianz Kulturstiftung in Kooperation mit dem Prager Theaterfestival Deutscher Sprache
Georg Schwarz, Allianz Kulturstiftung mit Milan Uhde, Vorsitzender der Jury, und Pavel Kohout, Präsident des Festivals.