Prager Theaterfestival deutscher Sprache 2005
Eine Initiative der Allianz Kulturstiftung in Kooperation mit dem Prager Theaterfestival Deutscher Sprache.
Das Prager Theaterfestival deutscher Sprache entstand 1996 ursprünglich unter dem Namen "Deutsches Theater Prag", um die wegen der politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochene Tradition des internationalen Zusammenlebens und die wechselseitige Bereicherung der tschechischen, deutschen und jüdischen Kultur in der tschechischen Metropole wieder aufleben zu lassen.

Blaubart - Hoffnung der Frauen, Dea Loher
Nicht nur die Intendanten von vier bedeutenden Theatern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und die Direktorin des Theaters in den Weinbergen in Prag griffen diese Initiative auf, sondern auch die Staatspräsidenten der beteiligten vier Länder, die von Anfang an gemeinsam mit der Stadt Prag die Schirmherrschaft für das Festival übernahmen. Das Theaterfestival legt Wert darauf, sowohl deutsche Klassiker der Theaterlandschaft als auch zeitgenössische Stücke mit kontroversem Inhalt zu präsentieren. So entsteht ein ausgewogenes Programm, das jede Alters- und Interessensstufe bei der interessierten Öffentlichkeit anspricht. Von deutscher Seite präsentieren sich in diesem Jahr u.a. das Thalia Theater Hamburg mit "Hedda Gabler" von Henrik Ibsen, das Theater Salz und Pfeffer Nürnberg mit "Max und Moritz" von Wilhelm Busch, das Bayerische Staatsschauspiel mit "Die Frau von früher" von Roland Schimmelpfennig sowie die Volksbühne Berlin mit der Aufführung "Meine Schneekönigin" von Frank Castorf.

Meine Schneekönigin, Frank Castorf
Der Max-Preis
Der Preis des Prager Theaterfestivals deutscher Sprache wird jährlich von der Theaterleitung in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung ausgeschrieben. Der Preis wird für die beste Inszenierung eines im Original in deutsch geschriebenen Werkes verliehen, die in der vergangenen Saison in der Tschechischen Republik entstanden ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, künstlerisch wertvolle Inszenierungen deutschsprachiger Autoren auf tschechischen Bühnen zu fördern, dazu beizutragen, dass das tschechische Theater in den deutschsprachigen Ländern stärker wahrgenommen wird, und die preisgekrönte Inszenierung mit den ausgewählten Inszenierungen aus dem Theaterschaffen der deutschsprachigen Länder direkt zu konfrontieren. Preisträger des diesjährigen MAX-Wettbewerbes ist die Inszenierung von "Blaubart - Hoffnung der Frauen" des Regisseurs Pavel Badúra vom Theater "Gans am Schnürchen" aus Brno/Brünn. Die Preisverleihung findet vor der Aufführung des Stücks am 9. November 2005 im Theater DISK in Prag statt. Der Preis wird durch Herrn Thoss, Leiter der Allianz Kulturstiftung, an Herrn Badúra übergeben.
Nähere Informationen zum Programm und zur Kartenbestellung entnehmen Sie bitte der Homepage unseres Kooperationspartners.

Mozart-Werke Ges.m.b.H., F. Wittenbrink