Allianz Übersetzerpreis 2007/2008
Eine Initiative der Allianz Kulturstiftung in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse, dem B.I.Z. Bukarest und dem Goethe-Institut Bukarest.
Der Allianz Übersetzerpreis wurde im Jahre 2005 zum ersten Mal ausgelobt. Der Preis hat es sich zum Ziel gesetzt, herausragende Übersetzungen aus dem Deutschen in die Sprachen Mittel- und Osteuropas zu fördern. Dabei ist es ein Anliegen des Preises, durch die Förderung von Übersetzungen geistes- oder sozialwissenschaftlicher Werke einen nachhaltigen Beitrag zum Verständnis der Völker untereinander, und dem ideellen Zusammenwachsen Europas zu leisten.
Verleihung am 6. Juni 2008, 17.00 Uhr in "Agora" (Halle 17 der Bukarester Buchmesse)
Der Allianz Übersetzerpreis war ein Wanderpreis, der jedes Jahr für ein bestimmtes Land ausgelobt wurde. Nachdem der Schwerpunkt im ersten Jahr der Verleihung auf Übersetzungen aus dem Deutschen ins Polnische lag, wurde der Preis 2007 für besonders hochwertige Übersetzungen ins Rumänische ausgelobt und wird am 6. Juni 2008 im Rahmen der Buchmesse in Bukarest verliehen.
Der Preis für die beste bereits erschienene Übersetzung (5.000 Euro) ging an Maria-Magdalena Anghelescu für Horst Bredekamps "Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte" (Nostalgia antichităţii şi cultul maşinilor. Istoria cabinetului de curiozităţi şi viitorul istoriei artei, Idea Design Print & Print, Klausenburg 2007).
Der Preis für das beste Übersetzungsprojekt ging ex aequo (je 2.500 Euro) an Radu Gabriel Pârvu für Arthur Schopenhauers "Die Welt als Wille und Vorstellung" (Lumea ca voinţă şi reprezentare, Humanitas-Verlag, Bukarest) sowie an Viorica Nişcov für C.G. Jungs "Zur Psychologie westlicher und östlicher Religion" (Despre psihologia religiei occidentale şi a celei orientale, Trei-Verlag, Bukarest).
Die Jury setzte sich aus Catrinel Plesu, Übersetzerin und Leiterin des Übersetzerförderprogramms des Rumänischen Kulturinstituts Bukarest, Prof. George Gutu und Prof. Dr. Mircea Flonta sowie Ioana Craciun Fischer, alle Universität Bukarest zusammen. In ihrer Entscheidung berücksichtigte sie die Qualität und den Schwierigkeitsgrad der Übersetzung ins Rumänische und suchte nach möglichst "kongenialen" Versionen, die durch stilistische Adäquatheit und Genauigkeit in der Wiedergabe bestachen. Weitere Kriterien waren die Relevanz der übersetzten Werke für die rumänische Kultur sowie die Qualität der jeweiligen Verlagsprogramme, die die Veröffentlichung der drei preisgekrönten Übersetzungen ermöglicht haben.
Partner bei der Ausschreibung und Verleihung war die Frankfurter Buchmesse mit ihrem Buchinformationszentrum in Bukarest.