Veranstaltungen im Allianz Stiftungsforum Pariser Platz (Berlin) vom 20.-22.10.2008
"Kunst im diplomatischen Dienst" am 20.10.2008
Zu einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion über "Kunst im diplomatischen Dienst" hat die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank am 20.10.2008 eingeladen. Hintergrund ist ein Kooperationsvertrag der Generaldirektoren der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit dem National Museum of China. Bei der Wieder-Eröffnung im Jahr 2010 wird das nach der Rekonstruktion größte Museum der Welt mindestens 1 Jahr lang ausgewählte Kunstschätze der Münchner, Berliner und Dresdner Sammlungen präsentieren. Unter der Moderation des ZEIT-Herausgebers Michael Naumann diskutierten die drei Generaldirektoren gemeinsam mit dem Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt die Chancen, aber auch die Grenzen der "Kunst im diplomatischen Dienst".
Walther Rathenau Preisverleihung am 21.10.2008
Hans-Dietrich Genscher, der deutsche Außenminister a.D., erhielt den ersten Walter Rathenau Preis. Die Preisverleihung fand am 21.10.2008 mit einer Laudatio von Bundeskanzlerin Angela Merkel statt, zudem trug die Schauspielerin Nina Hoss Texte von und über Walther Rathenau vor. Mit dem Preis will das 2008 gegründete Walter Rathenau Institut, Stiftung für internationale Politik, jedes Jahr ein herausragendes außenpolitisches Lebenswerk würdigen.
Hans-Dietrich Genscher erhielt den ersten Walther Rathenau Preis für sein herausragendes außenpolitisches Lebenswerk. Foto: © Nicole Maskus
"doppelgedächtnis: Freiberga/Courtois" am 22.10.2008
Der Doppelvortrag von Freiberga/Courtois ging im Rahmen der Reihe "doppelgedächtnis – debatten für europa" der Frage nach, wie das vereinte Europa mit seinen getrennten Erinnerungen umgeht und welche Lehren Europa daraus ziehen kann. Vaira Vike-Freiberga, die ehemalige Präsidentin der Republik Lettland, diskutierte mit dem französischen Historiker Stéphane Courtois, der das "Schwarzbuch des Kommunismus" herausgegeben hat. Die Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. lädt über zwei Jahre hinweg je zwei Redner (einer aus dem Westen, einer aus dem Osten Europas) nach Berlin ein, um den Umgang mit der Vergangenheit in Europa zu diskutieren.